Küstrin-KietzDiese Grenze ist wieder eine echte Grenze. Eine Trennlinie zwischen zwei Staaten, gut gesichert und oft nur mit Geschick zu überwinden. Ein wirkliches physisches Hindernis. Die Trennlinie zwischen Deutschland und Polen existiert seit 2007 fast nur noch auf der Karte. Die EU setzt auf Freizügigkeit. Eigentlich. Die Bürger sollen sich ohne Kontrollen bewegen können, sollen überall einkaufen, arbeiten, sich erholen, reisen. Frei sein. Die Sicherheitsbehörden dürfen dort keine ständigen Grenzkontrollen durchführen, und selbst wenn die Polizei einen Autodieb im deutschen Hinterland aufschreckt, kann sie nicht einfach die Grenzen schließen lassen, um ihn zu fassen.

Die Freizügigkeit galt jahrelang als heilig. Im Frühjahr jedoch wurde sie massiv eingeschränkt. Wegen der Corona-Pandemie galt quasi ein Reiseverbot. Dass nun auf deutscher Seite echte Zäune stehen, hat aber nichts mit der Ausbreitung des Virus zu tun, sondern mit einer anderen Krankheit, die in einigen Branchen für Angst und Schrecken sorgt.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.