Hier können unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hochansteckende Erreger wie Ebola-, Lassa- und Sars-Viren diagnostiziert werden: Das Hochsicherheitslabor im Neubau des Robert-Koch-Instituts (RKI) an der Seestraße in Wedding gilt als Antwort des Bundes auf aktuelle Bedrohungen. Ende Juli nahm das Labor den regulären Betrieb auf. Doch so wichtig der Bau war, die Kosten des Projekts sind von zunächst veranschlagten 110 Millionen Euro am Ende auf 188 Millionen Euro explodiert.

Wie es dazu kommen konnte, hat der Bundesrechnungshof ermittelt und in einem Bericht an den Bundestags-Haushaltsausschuss dargelegt. Darin kommt der Rechnungshof zu dem Schluss, dass die Kostensteigerungen „im Wesentlichen dadurch begründet“ sind, dass das Robert-Koch-Institut die Bedarfsplanung für den Neubau noch nicht abgeschlossen hatte, als die Kosten im Jahr 2007 auf 110 Millionen Euro veranschlagt wurden. Eine abgeschlossene Bedarfsplanung sei jedoch Basis für die Bauplanung. Sie wirke sich unmittelbar auf die Kostenplanung aus.

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