Berlin - Auch Polizisten werden Opfer von Einbrechern. Im Jahr 2010 wurde bei drei Beamten in die Wohnungen eingebrochen. Die Einbrecher ließen damals unter anderem die Dienstpistolen der Beamten mitgehen. Die Waffen sind bis heute verschwunden. Darüber hatte am Dienstag die Berliner Morgenpost zuerst berichtet.

Insgesamt vermisst die Berliner Polizei vier Pistolen der Marke SigSauer P6. Zuletzt war, wie berichtet, einem Wachschutzangestellten die Waffe gestohlen worden. Er hatte sie vorschriftswidrig in seinem Rucksack transportiert. Als er in der vergangenen Woche am S-Bahnhof Grunewald eine Toilette aufsuchte, war der Rucksack plötzlich verschwunden.

Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die verschwundenen Pistolen bundesweit zur Fahndung durch das Bundeskriminalamt ausgeschrieben.
In drei weiteren Fällen hatte die Polizei Glück: Im März 2013 ließ sich in Wedding ein Zivilfahnder seine Waffe samt Ersatzmagazin von Autoknackern stehlen. Er hatte sie vorschriftswidrig im Auto gelassen, das er auf der Straße parkte.

Pistole im Wasser versenkt

Die Täter, die das Auto zufällig ausgewählt hatten, durchwühlten das Wageninnere und stahlen einen Rucksack, zwei Schutzwesten und einen Helm. Kurz darauf meldeten sich die Diebe anonym bei der Polizei und verrieten, wo sie die Pistole im Wasser versenkt hatten. Taucher bargen sie dann aus dem Charlottenburger Verbindungskanal.

Im Monat darauf vergaß ein Polizist seine Pistole auf der Toilette in einer Tankstelle in Niederschöneweide. Über Videoaufzeichnungen kam die Polizei einem Motorroller-Fahrer, der die Pistole mitgenommen hatte, auf die Spur.
Im Juni entriss ein Räuber, der in Tempelhof ein Lokal überfallen hatte, einem Fahnder die Waffe. Auch diese bekam die Polizei zurück.