Berlin - Die geplante Millioneninvestition von Siemens im Berliner Ortsteil Siemensstadt befeuert die Debatte über eine Wiederbelebung der dortigen stillgelegten Bahnstrecke. Der Fahrgastverband IGEB schlug am Freitag vor, auf der früheren S-Bahn-Trasse künftig einen Regionalexpress fahren zu lassen - über den Hauptbahnhof und den neuen Flughafen BER nach Cottbus. Dies sei eine mögliche Variante neben dem Wiederaufbau als S-Bahn, erklärte Sprecher Jens Wieseke.

Der Berliner Konzernbevollmächtigte der Bahn, Alexander Kaczmarek, will in der nächsten Woche zeigen, wie die einst stark genutzte Strecke heute aussieht. Diese war schon durch die Pläne für einen Forschungs- und Industriepark auf dem Tegeler Flughafengelände in den Blickpunkt geraten. Vor drei Wochen kündigte zudem Siemens an, 600 Millionen Euro in Wohnungen, Forschungseinrichtungen und Gründungszentren in dem Spandauer Ortsteil zu investieren.

„Erschlossen ist der künftige Siemens-Campus schon heute durch die U-Bahn-Linie 7”, sagte Wieseke von der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (IGEB). „Aber es fehlt noch eine schnelle Verbindung zum Berliner Stadtrand und in das Berliner Umland.” Die Siemensbahn war 1980 stillgelegt worden. Der Senat prüft seit zwei Jahren, ob auf den toten Gleisen neues Leben einkehren soll. (dpa/bb)