Berlin-Hohenschönhausen - Nataliya Nesterenko aus Neu-Hohenschönhausen ist wütend auf die S-Bahn Berlin. Auslöser war eine Fahrkartenkontrolle, bei der eine Mitarbeiterin des Unternehmens ihre Monatskarte nicht anerkennen wollte und sie noch vor Ort zur Zahlung des erhöhten Beförderungsentgelts von 60 Euro genötigt haben soll. Die 45-jährige Ingenieurin mit ukrainischer Herkunft hat sich bereits bei der S-Bahn beschwert, weil sie sich abgezockt fühle.

„Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und zahle Steuern in diesem Land. Umso mehr irritiert es mich, wie ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln behandelt wurde“, sagt Nataliya Nesterenko. Am 17. November gegen 12.30 Uhr sei sie in der S-Bahn Richtung Wartenberg von einer Kontrolleurin gebeten worden, ihre Fahrkarte vorzuzeigen. „Das geht nicht. Sie müssen das Ticket auf Ihrem eigenen Handy haben“, habe die Mitarbeiterin zu ihr gesagt. Da sie zum Zeitpunkt der Kontrolle erst seit ein paar Wochen in Berlin lebte, habe ihr Ehemann ihr das Ticket auf sein Handy heruntergeladen, da sie selbst nur einen ukrainischen Mobilfunkvertrag hatte. Das Problem: Die Monatskarte für 61 Euro ist nur mit einem Lichtbildausweis des Käufers gültig und somit nicht auf Nesterenko übertragbar.

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