Berlin - In Berlin werden immer teurere Fahrräder gestohlen. Der durchschnittliche Schaden habe im vergangenen Jahr 663 Euro betragen, 2017 waren die gestohlenen Räder im Schnitt 629 Euro wert. Das antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Grünen. Der Anstieg sei „wahrscheinlich auch auf die zunehmende Verbreitung von E-Bikes und damit gestiegenen durchschnittlichen Neupreisen zurückzuführen“.

Im vergangenen Jahr wurden 27.529 Fälle von Fahrraddiebstahl von der Polizei registriert. Dazu dürften noch zahlreiche Fälle kommen, die von den Besitzern nicht gemeldet wurden, vor allem weil die Räder nicht versichert waren.

Die meisten Fahrräder wurden in Friedrichshain-Kreuzberg (4005) gestohlen, dann folgten Pankow (3929) und Mitte (3857). Die wenigsten Diebstähle gab es in Marzahn-Hellersdorf (835).

Die Aufklärungsquote liegt bei nur 4 Prozent. Die Ergebnisse einer Ermittlungsgruppe „Velo“, die vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 als Pilotprojekt arbeitete, sollen jetzt ausgewertet werden. Dabei ging es vor allem um Erkenntnisse zur Organisation der Täter und Banden und den jeweiligen Absatzwegen. (dpa)