Die Flagge der Deutschen Bahn flattert im Wind, ein Rednerpult mit Mikrofon ist aufgestellt, ein Band gespannt, das am Ende der Zeremonie feierlich durchschnitten werden soll. Drei silbern glänzende Scheren liegen dafür auf einem roten Samtkissen bereit. Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) ist da, S-Bahnchef Peter Buchner und die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), sind auch gekommen. Es gibt etwas zu feiern an diesem Montagvormittag im Ballonfahrerweg am Bahnhof Südkreuz: die Einweihung eines Fahrradständers. Eines Fahrradständers? Ja, eines Fahrradständers.

Natürlich ist es ein besonders guter Fahrradständer mit 91 stabilen Bügeln, an denen 182 Räder angeschlossen werden können. Ein Glasdach schützt sie vor Regen, zwei Laternen beleuchten die Anlage im Dunkeln. Trotzdem bedarf es einer Erklärung, warum die Eröffnung eines Fahrradständers feierlich begangen wird. Der Grund: Seit 15 Jahren kooperieren die S-Bahn, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Bezirke im Rahmen des Programms „Bike & Ride“. Mehr als 7000 Stellplätze an Dutzenden S-Bahnhöfen sind auf diese Weise entstanden. Die Bezirke stellen die nötigen Flächen zur Verfügung, die Senatsverwaltung übernimmt die Baukosten, die S-Bahn plant die Anlagen und kommt für ihren Betrieb auf.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.