Wie SPD-Innensenator Andreas Geisel im Fall Anis Amri zurückruderte, das war am Montag zu beobachten. Vorige Woche hatte er vor der Presse mitgeteilt, dass im Landeskriminalamt Ermittlungsakten zu Amri manipuliert worden seien. In dem bundesweit beachteten Auftritt verkündete Geisel, dass er Anzeige erstattet habe wegen Strafvereitelung im Amt und Urkundenfälschung. Doch möglicherweise ist Geisel mit seinen „neuen Erkenntnissen“ zu schnell nach vorn geprescht.

Am 17. Januar war im polizeilichen Informationssystem Poliks ein zwölfseitiges Dokument über die Überwachung von 73-Telefonaten des späteren Attentäters nachträglich verändert worden. Offenbar sollte damit die versäumte Gelegenheit einer Festnahme Amris Wochen vor dem Anschlag vertuscht werden.

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