Die Aspire Estate Berlin GmbH kaufte in Berlin gut zwei Dutzend Häuser, um die Wohnungen danach teuer an Anleger weiterzuverkaufen. Auch dieses Haus in der Eulerstraße gehört dazu. Ein Mieter in Moabit, der Verstöße beim Bezirksamt meldete, musste danach persönliche Nachteile befürchten.
Foto: Sebastian Wells/Ostkreuz

Berlin - Infolge einer Datenschutzpanne im Bezirksamt Mitte hat sich Bezirksstadträtin Ramona Reiser (Linke) in Falschbehauptungen verstrickt. Hintergrund ist, dass die Behörde den Namen eines Mieters in Moabit, der angeblichen, unerlaubten Leerstand und Ferienwohnung angezeigt hatte, an die Eigentümerfirma weitergab. Auf die schriftliche Anfrage des Grünen-Bezirksverordneten Wolfgang Lehmann teilte Reiser Anfang Juli mit, der Mieter sei bereits zuvor in einem Medienbericht identifizierbar gewesen: „Der Name ist in einer gemeinsamen Recherche von RBB und Berliner Zeitung genannt worden (‚Die Aspire-Story: Berlin Estate: So wird die Hauptstadt verkauft‘, erschienen am 18.02.2019).“

Aber das trifft nicht zu. Der Mieter taucht in den Berichten nicht namentlich auf. Als die Berliner Zeitung Reiser konfrontiert, räumt sie Fehler ein: „Ich bedaure sehr, dass es in der von Ihnen zitierten schriftlichen Anfrage zu dieser Falschaussage gekommen ist“, lässt sie von einem Mitarbeiter ausrichten. Sie habe ihr Büro veranlasst, die Passage „unverzüglich zu streichen“ und dem Fragesteller eine neue Fassung zu schicken.

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