Dallgow-Döberitz - Richard und Herta Katz kehren nach 78 Jahren an den Ort zurück, an dem sie lebten, bevor sie in die Sterbeanstalt für Juden, das Konzentrationslager Theresienstadt, verfrachtet wurden. Zwei ältere Menschen, sie 61 Jahre alt, er 72. In einem Häuschen in Dallgow-Döberitz, Nauener Straße 24, hatten die beiden Berliner seit 1930/31 gewohnt – in den letzten Jahren weitgehend isoliert und den Schikanen der Nachbarschaft ausgesetzt. Dann versanken sie im Vergessen.

Jetzt, 13 Jahre nach dem ersten Versuch, öffentlich an die Familie Katz zu erinnern, werden am 14. August zwei Stolpersteine dort verlegt, wo die Eheleute zuletzt aus dem Gartentor traten: einer für Richard Katz, Jahrgang 1871, deportiert 1943, ermordet am 2. Mai 1944 in Theresienstadt, der andere für Herta Katz, geborene Posner, Jahrgang 1882, deportiert 1943, 1944 in Auschwitz ermordet.

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