Bad Saarow - Nach den Schüssen auf die Tochter der Berliner Unternehmerfamilie Pepper in Bad Saarow (Oder-Spree) hat die Familie die Belohnung für Hinweise auf den Täter deutlich erhöht. Statt der bislang 10.000 würden nun 50.000 Euro für Angaben ausgesetzt, die zur Ergreifung des Mannes führten, teilte die Polizei am Dienstag mit.
Bei dem Angriff in den Morgenstunden des 2. Oktober war der Wachmann einer privaten Sicherheitsfirma schwer verletzt worden. Er hatte sich schützend vor die 23 Jahre alte Louisa Pepper gestellt, so dass die Schüsse ihn trafen. Die junge Frau blieb unverletzt. Ein Bild des maskierten Täters, das nach Hinweisen der Tochter entstand, zeigt einen Mann in Tarnanzug und Militärhelm. Der Gesundheitszustand des Bodyguards, der zunächst im Koma lag, hat sich mittlerweile etwas verbessert. Er liegt noch immer auf der Intensivstation des Krankenhauses in Bad Saarow.

Das Motiv des Angriffs ist völlig unklar. Hinweise auf eine geplante Entführung oder auf Rache wegen eines misslungenen Immobiliengeschäfts gibt es bisher nicht. Der Schütze war mit einem Motorrad in die Nähe des Tatorts gefahren, hatte es an einem Trafohäuschen abgestellt und war dann zu der Villa gelaufen. Seit der Tat seien 30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, heißt es bei der Polizei. Eine heiße Spur ist offensichtlich noch nicht dabei.

Anhand der Beschreibung des Täters geht die Polizei davon aus, dass der Unbekannte schon einmal einen Anschlag auf die Familie Pepper verübt hatte. Am 22. August war die 58-jährige Frau des Geschäftsmannes Christian Pepper, der in Berlin eines der bedeutendsten Immobilienimperien führt, vor der Villa in Bad Saarow Opfer eines Überfalls geworden. Nach dem Angriff hatte die Familie eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt. (BLZ)