BerlinIn Berlin beginnt die Modewoche. Vier Designer aus Südafrika eröffneten am Montagabend den Laufsteg im Kraftwerk. Zum Auftakt im The Reed gab es einen Blick auf legendäre Outfits vergangener Fashion Weeks.

Candice Swanepoel am Eröffnungsabend der Fashion Week im Kraftwerk Berlin.
Foto:  dpa/Jörg Carstensen

Candice Swanepoel durfte bei der ersten Show dieser Mercedes-Benz Fashion Week mit dem schönsten Ehrengast-Lächeln in der ersten Reihe platznehmen. Das südafrikanische Supermodel war als Glücksbringer für die Nachwuchsdesigner aus ihrer Heimat engagiert worden, denen der Hauptsponsor den großen Auftritt zum Auftakt der Modewoche (die eigentlich nur 49 Stunden dauert - Wochen werden auch immer kürzer!) spendiert hatte.

Ebenfalls unter den Ersten in der ersten ersten Reihe dieser Mini-Modewoche: die Models Franziska Knuppe und Stefanie Giesinger, Schauspieler Daniel Donskoy, Digital-Staatssekretärin Dorothee Bär, die Schauspielerinnen Anna Loos und Anja Kling und Sänger Maxmilian Arland.

Model Barbara Meier.
Foto: dpa/Jens Kalaene

Barbara Meier gehörte am Montagabend, wenige Stunden vor der Eröffnung der neuesten Fashion Week Berlin, zu den Gästen vom Pearl Fashion Cocktail im The Reed in der Karl-Liebknecht-Straße in Mitte. Die Idee des Abends, abseits von der neuen Fashion-Week-Location Kraftwerk Berlin in der Köpenicker Straße, konnte man mit einem Wort umschreiben: Schwelgerei. Es wurde nämlich bei einer Show mit legendären Outfits, die Riani, Kilian Kerner, Fiona Bennett, Julia Starp, Irene Luft, Maisonnoée, Ewa Herzog und Darkoh auf Fashion Weeks vergangener Jahre zeigten, in Modeerinnerungen geschwelgt.

Model Meier erinnert sich mit den besten Gefühlen an die Anfänge der Modewochen in Berlin, die sie mittendrin miterlebte: „Ich war bei der ersten Fashion Week 2007 dabei und durfte eine der ersten Shows eröffnen! Das war ein mega Highlight. Mit dem Regierenden Bürgermeister und Model-Agentur-Chefs aus Paris in der front row, die danach auf mich zugekommen sind und von meiner Ausstrahlung begeistert waren. Und das am Anfang meiner Karriere.“ Barbara Meier hat sich also mit großer Unterstützung der Berliner Modewoche durchgesetzt.

Model Joelina Drews.
Foto:  Getty Images/Sebastian Reuter

Joelina Drews geht die Modewoche eher erlebnisorientiert und abseits des Laufsteges an: „Mein persönliches Highlight der Fashion Week sind auf jeden Fall immer die legendären Partys ‚Dandy Diary‘ und ‚Tigha‘! Ich liebe es, die Mode zu feiern und in diesem Rahmen zu connecten und auch noch was Gutes zu tun.“ Ganz ohne Schau geht es natürlich auch für die Sängerin und Tochter von Jürgen Drews („Ein Bett im Kornfeld“), nicht: „Ich freue mich schon sehr auf die Show von Marina Hoermanseder. Ihre Outfits sind für mich absolute Goals.“

Joelina Drews mag nicht jeden Trend mitmachen: „Das Fashion Week Outfit, das sich zum Glück nicht durchgesetzt hat, ist für mich persönlich das kurze Cocktailkleid. Cocktailkleider können auch schnell mal konservativ und sogar billig wirken. Das ist für mich ein no-go.“

Ebenfalls unter den Gästen: Sängerin Annemarie Eilfeld, die eine Gefangene ihres Smartphone-Bildschirms zu sein scheint und so wohl viel vom Leben verpasst.

Anja Tillack hatte die Outfits der Modewochen vergangener Jahre für die Show im The Reed zusammengestellt. Die Modefachfrau, die seit Anfang des Jahres gemeinsam mit Gründerin Charlotte Kopp die Modelagentur Pearl Management leitet, liebt besonders die Bandbreite der Modewoche: „Mein absolutes Highlight ist immer, dass man sieht, wie unterschiedlich Mode sein kann. In meinem ersten Fashion-Week-Jahr war ich bei Riani und Kilian Kerner – unterschiedlicher kann Mode nicht sein. Das finde ich jedes Jahr wieder faszinierend und inspirierend.“

Anja Tillack freut sich über die Entwicklung, die in den vergangenen Jahren sichtbar wurde und die manchmal ja wirklich weg vom Blödsinn und hin in Richtung Vernunft ging: „Ein Trend, der sich zum Glück nicht durchgesetzt hat, sind Magermodels. Das war ja auch in Berlin zwischenzeitlich sehr angesagt. Dass wir hier zurückgekommen sind zu gesunden Models mit gesunden Körperproportionen, freut mich sehr.“

Vinzenz Kiefer kommt zu dem Pearl Fashion Aperitif im THE REED.
Foto:  dpa/Jens Kalaene

Vinzenz Kiefer stand nicht auf der Gästeliste, kam aber trotzdem: „Ich bin heute das +1 meiner Frau.“ Masha Tokareva wird als Model von Pearl vertreten und hat was falsch verstanden: „Ich habe nicht gedacht, dass das hier so groß wird...“ - Sonst hätten sich die beiden Pulloverträger doch mehr aufgebretzelt.