Ein ausgeschlachtetes Schrott-Fahrad steht angeschlossen an einem Laternenmast in Berlin-Prenzlauer Berg. (Symbolbild)
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BerlinIn Berlin sind im vergangenen Jahr knapp 4000 Schrotträder eingesammelt worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die meisten davon (1200) fielen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg an, wie der Senat auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Mario Czaja mitteilte. Insgesamt nannte der Senat die Zahl von 3946 Rädern in allen zwölf Bezirken.

In Marzahn-Hellersdorf waren es nur 41 und damit am wenigsten. Auf dem zweiten Platz hinter Friedrichshain-Kreuzberg folgt Neukölln mit 683 Fahrrädern, die einfach irgendwo stehen- oder liegengelassen wurden und auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden mussten. Die Zahlen entsprechen ungefähr den Größenordnungen der vergangenen Jahre.

Für die Beseitigung der Schrotträder sind in Berlin die Bezirke zuständig. Sie werden vom Ordnungsamt farbig markiert und müssen von den Besitzern entfernt werden. Verstreicht die Frist, werden die Räder in Zusammenarbeit mit der Stadtreinigung (BSR) und der Polizei weggeräumt. Die Bezirke kümmern sich allerdings innerhalb völlig unterschiedlicher Fristen um das Problem.

Unterschiedliche Fristen bei der Entsorgung

Neukölln sprach von drei bis sechs Wochen, Friedrichshain-Kreuzberg von einem Monat und Tempelhof-Schöneberg von sechs bis acht Wochen. In Marzahn-Hellersdorf beträgt die Frist zwei bis sechs Wochen bei reinen Schrotträdern und bis zu sechs Monaten bei Fahrrädern in fahrbarem Zustand.

Häufig stehen die Räder an U- und S-Bahnhöfen herum, aber auch in beliebten Kneipenkiezen - etwa am Hermannplatz, an den Bahnhöfen Treptower Park und Köpenick, an der Schönhauser Allee, im Bötzowviertel in Prenzlauer Berg und am Kurt-Schumacher-Platz.

Vor einem Jahr hatten die CDU und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) eine zentrale Stelle zur Beseitigung von Schrottfahrrädern gefordert. Die Bezirke lehnten das weitgehend ab. Welche Kosten durch die Entsorgung entstehen, konnten sie nicht immer sagen.