Berlin - Der Berliner Feuerwehr droht schon in wenigen Jahren eine Überalterung ihrer Löschfahrzeuge und Rettungswagen. Um das Problem nur teilweise zu lösen, würden bis zum Jahr 2020 rund 48 Millionen Euro gebraucht, schrieb die Senatsinnenverwaltung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber.

Derzeit seien für die Jahre 2014 und 2015 6,3 und 7,2 Millionen Euro für Investitionen in den Fahrzeugpark der Feuerwehr im Haushalt vorgesehen. „Diese Mittel reichen im Wesentlichen nur für die Bestandserhaltung, also reine Ersatzbeschaffung“, hieß es. „In keiner Fahrzeugkategorie ist ein Überalterungsabbau möglich.“

Nachwuchs gesucht

Nicht nur die Autos der Feuerwehr, auch Löschboote sind zusehends veraltet. Beide Feuerlöschboote, die in Spandau liegen, stammen aus dem Jahr 1975, wie aus der Antwort hervorgeht. Ein neues Boot würde allein 2,5 Millionen Euro kosten.
Einschließlich der Reserve verfügt die Feuerwehr über 897 Fahrzeuge. Davon sind 208 Rettungswagen, 166 Löschfahrzeuge und 94 Boote.

Mit „starker Öffentlichkeitsarbeit“ versucht die Feuerwehr derzeit, Nachwuchs für die Freiwilligen Feuerwehren in den Bezirken zu gewinnen. Derzeit gebe es keine „akute, personelle Gefahr, die eine Einstellung des Dienstbetriebes zur Folge hätten“. Für die Zukunft müsse aber verstärkt Nachwuchs gewonnen werden, um auf die demografische Entwicklung angemessen reagieren zu können. (dpa)