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Und vor dem festlichen Abendessen mit Kalbsrücken und Karottensüppchen sagt Barbara Schöneberger, dass Darmkrebsprävention „weder hui noch pfui sei, sondern eine ganz normale Sache, die man im Leben eben ein paar Mal macht“. Dass prominente Menschen wie selbstverständlich über Darmkrebsvorsorge sprechen und sich an diesem Abend niemand an solchen Gesprächen stört, ist das Verdienst der Felix-Burda-Stiftung.

Schon zum zehnten Mal verlieh sie gestern Abend den Felix-Burda-Award, eine Auszeichnung, mit die Stiftung herausragende Leistungen und Engagement auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge würdigt.

"Zahnstein entfernen ist ungenehmer“

Der Schauspieler Sky du Mont wurde in der Kategorie „Stars for Prevention“ geehrt. Er verleihe der Kampagne zur Darmkrebs-Früherkennung seit zehn Jahren Gesicht und Stimme und trage damit erheblich zur Aufklärung bei, hieß es in der Begründung der Stiftung.
Wie viele Gäste an diesem Abend war auch der 64-Jährige bereits bei der Vorsorge. „Mir war lange tatsächlich nicht klar, dass man keinen Darmkrebs bekommt, wenn man sich rechtzeitig untersuchen lässt“, sagt Sky du Mont. „Und es ist eigentlich lächerlich: Zahnstein entfernen ist ungenehmer.“ Auch die Moderatorin des Gala-Abends, Barbara Schöneberger, verglich ihre Vorsorge-Erfahrungen mit einem Zahnarztbesuch: „Eine Zahnzwischenraumreinigung ist wesentlich schlimmer“, sagt sie.

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Im Jubiläumsjahr der Veranstaltung hatten sich etwa 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Showgeschäft angekündigt. Darunter das Model Franziska Knuppe, die ARD-Moderatorin Mareile Höppner sowie der Schauspieler Wolfgang Stumph mit seiner Frau Christine. „Männer, seid mutig und nicht solche Waschlappen“, mahnt Stumph. Er selbst sei schon dreimal zur Vorsorge gewesen, inklusive Magenspiegelung. Er wolle ein Vorbild sein, auch an einem Abend, an dem die Darmkrebsvorsorge einen ungewohnt glamourösen Anstrich bekommt. „Sonst zeige ich mein Gesicht in der Werbung. Nun muss ich keine Flasche Bier in der Hand halten, um fotografiert zu werden.“

Die Felix-Burda-Stiftung wurde im Jahr 2001 von Christa Maar und dem Verleger Hubert Burda gegründet, nachdem ihr Sohn mit nur 33 Jahren an Darmkrebs starb. Seitdem widmet sich die Stiftung der Prävention und vergibt den Award jährlich in sechs Kategorien.