Die sächsische Polizei hat in der Nacht zu Sonnabend einen Mann festgenommen, der in Berlin einen Terroranschlag geplant haben soll. Ein Spezialeinsatzkommando überwältigte den etwa 25-jährigen Marokkaner gegen 3 Uhr in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf bei Leipzig. Den Ermittlungen zufolge wollte der  Mann den Terroranschlag offenbar an diesem Sonnabend in der Hauptstadt verüben.

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, soll der Marokkaner bereits im Februar durch eine Bombendrohung an einem Bildungszentrum in Borsdorf einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst haben.

Bereits am Freitagabend Hinweise auf geplante Straftat

Wie das Landeskriminalamt in Leipzig mitteilte, hatte es bereits am Freitagabend Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat gegeben. Noch in der Nacht sei daraufhin bei der Polizeidirektion Leipzig eine BAO zusammengestellt worden - eine Sondereinheit, die "an der Bewältigung der Lage, dem Auffinden des Tatverdächtigen und der Verhinderung der potentiellen Straftat intensiv gearbeitet" habe.

Der Einsatz wurde durch die zuständige Polizeidirektion in Leipzig geführt und dauerte nach Angaben der Behörde bis zum Samstagnachmittag an. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes gegen den Tatverdächtigen wegen „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat“ laufen. Am Sonntag sollte entschieden werden, ob der Mann einem Haftrichter vorgeführt wird.

In der Gemeinschaftsunterkunft in Borsdorf haben bis zu 120 Asylbewerber Platz, derzeit ist sie jedoch nicht voll belegt.