Erfolg für die Drogenfahnder des Landeskriminalamtes: Die Beamten haben am Mittwoch in der Mainzer Straße in Neukölln drei Dealer beim dealen erwischt. Die Männer aus der Türkei, Bulgarien und dem Libanon waren Tage lang observiert worden. Sie ahnten nicht, dass Drogenfahnder ihnen auf der Spur war. Doch die Polizeiaktion schien schief zu gehen. Denn Drogen wurden bei den Rauschgifthändlern und in deren Fahrzeugen nicht entdeckt. Allerdings wurden die Fahnder stutzig, als sie mehrere tausend Euro in den Autos sowie bei den drei Händlern entdeckten.

Während auch in den Wohnungen des Libanesen sowie des Bulgaren nichts auffälliges gefunden wurde, lagerten im Briefkasten des Wohnhauses, in dem der Türke gemeldet ist, 40 Gramm Kokain. Noch am selben tag fanden die Fahnder heraus, dass der Mann aus dem Libanon eine Wohnung in Hohenschönhausen gemietet hat und sie als Bunker für Rauschgift nutzt.

Mit der Hilfe von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) durchsuchte die Polizei die Wohnung und wurde fündig. So stellten die Fahnder 330 Gramm Heroin sicher. Davon waren 250 Gramm in über 500 Kügelchen verpackt. Das sind bei Heroin die portionierten Verkaufsverpackungen. Das SEK nahm in der Wohnung einen Mann aus Syrien sowie einen weiteren Mann aus Libanon fest. Sie waren gerade dabei, weitere Drogenportionen zu verpacken.

Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl gegen die Libanesen, die als Haupttäter gelten. Die Entscheidung steht noch aus.