BerlinWeihnachten und Corona – auch in Berlin ist inzwischen klar: Beides verträgt sich nicht miteinander. Schon vor Wochen wurden die Weihnachtsmärkte abgesagt, hiesige Schausteller sind verzweifelt und auch Adventsshopping macht mit Maske und Zugangsbeschränkungen nur bedingt Spaß. Doch wie so oft stirbt die Hoffnung zuletzt: Überall im Stadtbild versuchen die Kämpfer der Weihnachtszeit, sich trotz der Lage über Wasser zu halten. Ohne zu wissen, wie lange es noch geht.

Erst am Donnerstag kündigte Berlins Regierender Michael Müller (SPD) einen vorgezogenen harten Lockdown für Berlin an – es könnte also sein, dass bald Geschäfte und Schulen schließen müssen. Doch momentan lässt sich der Weihnachtszauber der Hauptstadt an einigen Ecken trotz angespannter Corona-Lage noch spüren. Zum Beispiel in der Wilmersdorfer Straße: Hier steht Angelo Agtsch mit seinem Bratwurststand, wie in jedem Jahr, seit 15 Jahren schon. Das Corona-Jahr hat ihn hart getroffen. Der Familienvater sagt: „Im Dezember 2019 hatten wir die letzten Einnahmen. Für uns Schausteller ist die Krise tragisch.“ Die Weihnachtsmärke zählten zu ihren Haupteinnahmen. „Aber zumindest sind die Menschen, die überhaupt noch an meinen Stand kommen, spendabel und geben viel Trinkgeld.“ Eigentlich ist seine Bude Teil eines großen Weihnachtsmarktes, doch in dieser Saison sind auf dem Platz nur einige Marktbeschicker mit ihren Hütten anzutreffen. Im Corona-Jahr 2020 ist alles anders.

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