Drei Brände haben seit Samstagabend die Feuerwehr in Berlin in Atem gehalten. Ein Mensch starb, zwölf wurden verletzt.

Am Sonntag brennt noch immer der alte Schlachthof in der Hermann-Blankenstein-Straße in Prenzlauer Berg. Das Feuer war am Vorabend um 18 Uhr ausgebrochen – die Polizei geht von Brandstiftung aus. Eine Meldung aus der „BZ“, wonach vor Ort ein Brandkanister gefunden wurde, konnte die Polizei nicht bestätigen. 

Die Feuerwehr erklärte, dass die Löscharbeiten an der Hermann-Blankenstein-Straße nahe der S-Bahn-Station Landsberger Allee noch den ganzen Tag andauern werden. Das Problem sei, dass die Einsatzkräfte das brennende Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten können. 1200 Quadratmeter Dachfläche seien noch nicht vollständig gelöscht, so der Sprecher. Die Feuerwehr habe die Zahl der Einsatzkräfte noch einmal erhöht, momentan seien 50 Feuerwehrleute vor Ort.

Von der Straßenbrücke an der Landsberger Allee aus, die an dem Gebäude vorbeiführt, versuchten Feuerwehrleute den Brand auf dem 2000 Quadratmeter großen Dach zu löschen. Dunkler ätzender und beißender Qualm zog über die Landsberger Allee. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei sperrte die Wege um den Brandort weiträumig ab.

Gartenlaube in Wilhelmsruh explodiert

In Wilhelmsruh starb ein Mensch nach der Explosion einer Gartenlaube. Die Feuerwehr fand die Leiche am Sonntagmorgen bei Löscharbeiten.

Die Einsatzkräfte hatten nach Informationen der Berliner Zeitung während des Brandes nach dem 80-jährigen Pächter der Laube gesucht. Er soll dauerhaft dort gewohnt haben. Ob es sich bei ihm um den Toten handelt ist noch unklar. Derzeit stehe nicht einmal fest, ob die Leiche männlich oder weiblich sei, so die Feuerwehr. Der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort geht von einer Gasexplosion aus.

Hochhaus-Brand in Gropiusstadt

In der Nacht brannte es außerdem an verschiedenen Stellen im Keller eines Hochhauses in Gropiusstadt. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt, drei von ihnen mussten mit Rauchgasvergiftungen in die Klinik eingeliefert werden.

Lob an der Arbeit der Feuerwehr äußerte am Sonntag die Berliner Polizeigewerkschaft: „Berlins Feuerwehrleute haben auch am gestrigen Abend und in der vergangenen Nacht wieder Großartiges vollbracht und wieder einmal mit Bravour gezeigt, dass sich Berlins Bürgerinnen und Bürger trotz großem Personalengpass immer auf sie verlassen können“, hieß es.(BLZ/dpa)