Berlin - Der Senat hat nun festgelegt, in welchen Stadtteilen besonders viele Kita-Plätze fehlen. Ab sofort können Kita-Betreiber bei der Senatsbildungsverwaltung finanzielle Hilfen für die Einrichtung weiterer Kita-Plätze beantragen. Denn über ein Landesprogramm sollen in Berlin bis Ende 2015 etwa 11 000 zusätzliche Plätze entstehen, allein im Doppelhaushalt 2012/13 stehen dafür 20 Millionen Euro bereit.

Der neuartige Bedarfsatlas unterteilt Berlin in vier Kategorien, weist die Stadtteile aus, in denen ein besonderer Bedarf an Kita-Plätzen besteht.  Eine „Unterausstattung mit Kita-Plätzen bei steigenden Kinderzahlen“ gibt es in weiten Teilen von Treptow-Köpenick und Lichtenberg, aber auch in Pankow-Süd, Zehlendorf-Nord, Schmargendorf und vielen weitern Ortsteilen. Alle diese Stadtteile liegen in der Kategorie 1. Auch der Kategorie 2 mangelt es derzeit an Kita-Plätzen, hier wird aber nach den Berechnungen der Bildungsverwaltung die Zahl der Kleinkinder künftig zurückgehen. Dazu gehören unter anderem Prenzlauer Berg, Kaulsdorf, Westend und Hakenfelde. Der Bedarfsatlas wird ständig fortgeschrieben.

Bis zu 7.000 Euro pro neuem Kita-Platz

Durch das Landesprogramm gefördert werden laut Bildungsverwaltung grundsätzlich Vorhaben, in denen ein besondere Bedarf an Kita-Plätzen besteht. Kitas mit weniger als 50 Kindern erhalten für jeden zusätzlichen Platz eine „Starthilfe“ von 1.000 Euro. Mit bis zu 7.000 Euro pro neuem Kita-Platz können Umbauten und spezifische Innenausbauten gefördert werden. Hier muss der Eigenanteil mindestens 10 Prozent der Fördersumme betragen. In Einzelfällen werden laut Bildungsverwaltung sogar Neubauten  gefördert – mit bis zu 15.000 Euro pro Platz.

Ab 2013 sollen Mietkostenzuschüsse in Bezirken gewährt werden, die einen Mangel an Kita-Plätzen aufweisen. Allein in diesem Jahr stehen vier Millionen für den Ausbau der Kita-Plätze zur Verfügung. Es wird nicht leicht, diese Mittel überhaupt in der kurzen Zeit noch zu verbauen, sagt Kita-Referent Marcus Luttmer vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Das Landesprogramm wird von der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE gGmbH) treuhänderisch umgesetzt.