Berlin - Von der Tucholskystraße in Mitte führt eine Metalltreppe hinunter auf die Uferpromenade. Alte Bäume stehen auf dem Kiesweg, der Weg an der Spree ist nur ein paar Meter breit. Begrenzt wird er meist von rot geklinkerten Hauswänden, die eingerüstet sind, weil der Unternehmer Ernst Freiberger sie sanieren und einige Häuser zu Wohngebäuden umbauen will. Sie sind Teil von Freibergers Forum Museumsinsel. Schon nach 150 Metern endet die Uferpromenade an der Monbijoustraße. Der kurze Abschnitt wird nun aber zum Streitfall. Denn der Bezirk Mitte will den öffentlichen Uferweg an Freiberger verkaufen.

Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) bestätigt, dass es derartige Überlegungen gibt und der Verkauf gemeinsam mit dem Senat geprüft wird. „Teile von Freibergers Grundstück reichen auf die Uferpromenade.“ Dessen Grundstücke werden künftig einen Top-Pflegezustand haben. Weil der Bezirk praktisch pleite ist, wird er laut Spallek bei diesem hohen Standard nicht mithalten können, was die Reinigung etwa an Wochenenden, Pflege und Instandhaltung betrifft. „Es darf nicht sein, dass sich das Land diese Blöße gibt: Der Privatteil ist ordentlich gepflegt, der öffentliche nicht.“

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