Draußen auf dem eingezäunten Gelände des Horst-Korber-Sportzentrums haben sich ein paar hundert Flüchtlinge versammelt. Es sind überwiegend junge Männer, aber auch Familien. Alle haben kleine Koffer oder Plastiksäcke bei sich, in denen ihre Habe steckt. Die Stimmung ist entspannt. Die Sonne scheint, man plaudert, scherzt. Viele sehen müde aus. Die letzten Nächte waren wohl kurz. Zum Abschied gab es eine Grillparty, an diesem Montagmorgen steht der Umzug an. Die Flüchtlinge warten, dass sie in einen der Reisebusse steigen können, die bereit stehen. Sie bringen sie in ein anderes Notquartier.

Die beiden großen Sporthallen des Landesleistungszentrums für Leichtathleten und Ballsportler hinter dem Olympiastadion waren die ersten, die der Senat über Nacht zum Notaufnahmelager umfunktioniert hatte. Das war im September vergangenen Jahres. Seitdem wurden hier rund 35.000 Flüchtlinge registriert und durchgeschleust, erzählt Friedrich Kiesinger vom Flüchtlingsheimbetreiber Albatros. Die meisten Menschen, die nun umziehen müssten, wohnten jedoch schon Monate hier.

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