Bis Montag nächster Woche habe der Senat für Soziales eine Übernachtung in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg vermittelt, sagte eine Senatssprecherin am Donnerstagabend.

Am Nachmittag seien die seit Wochen eigentlich obdachlosen Bulgaren in der Senatsverwaltung gewesen. Senator Mario Czaja (CDU) habe für die Zeit ab Montag eine langfristige Lösung versprochen, berichtete ein Sprecher der Gruppe. Demnach sollen die Bulgaren entweder gemeinsam in einem Wohnheim im Wedding untergebracht oder auf die Bezirke verteilt werden.

Anfang Dezember hatten die 23 Bulgaren die ehemalige Eisfabrik verlassen müssen und waren damit obdachlos geworden. Sie hatten etwa zwei Jahre lang in selbst gebauten Hütten in der Fabrik-Ruine gelebt. Wegen baulicher Mängel war diese Ende Dezember geräumt worden.

Die Gruppe war zunächst in einer Kirche, dann auf Kosten des Bezirks in Hostels untergekommen. Am 8. Januar stellte der Bezirk die Bezahlung weiterer Übernachtungen in Hostels ein und verwies die Bulgaren an Obdachlosenunterkünfte in der Stadt. Dann hatten diese etwa die Gewerkschaft Verdi und die Linke um Unterstützung gebeten, die jeweils für kurze Unterbringungen sorgten.

Am Donnerstag hatte es zunächst geheißen, für das Wochenende sei eine Unterkunft bei den Maltesern gefunden. Dieser Plan sei dann zugunsten des Umzugs in die Heilig-Kreuz-Kirche geändert worden, sagte der Sprecher der Gruppe. (dpa)