Auf dem Gelände ist weit und breit niemand zu sehen. Nur ein junger Mann kehrt Laub zusammen. Regelmäßig werde das Areal gereinigt und würden Reparaturen durchgeführt, sagt er am Mittwoch, und tatsächlich sieht das Gelände so aus, als sei es gerade erst verlassen worden. Das Pförtnerhaus und das schwere Gittertor vor dem Eingang strahlen in kräftigem Blau. Selbst der Plattenbau daneben wirkt neu. Ein grüner Kantinenanbau scheint zum Essen einzuladen. Dahinter stehen große Fabrikhallen.

Noch vor knapp zwei Jahren stellte die Firma Tetra Pak an der Hennigsdorfer Straße in Reinickendorf Pappkartons her. Nach dem Willen des Senats soll hier nun möglichst schnell ein Aufnahmelager für Flüchtlinge öffnen. Das etwa 45.000 Quadratmeter große Areal liegt am Stadtrand, fast schon in Brandenburg. In der Umgebung stehen viele Einfamilienhäuser, eine Vorstadtidylle nahe dem Nieder Neuendorfer See. Auf einem Schild am Eingang des früheren Fabrikgeländes steht: „Herzlich Willkommen“.

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