Sista Mimi steht auf dem Flur und regt sich auf. Ihr ist kalt, obwohl sie eine Fleecejacke trägt und sich noch die kenianische Flagge umgewickelt hat. Sista Mimi stammt aus Kenia und hat „keinen Bock mehr“, wie sie sagt. Sie hat es satt, in einem Raum zu leben, den sie ihr Schlafzimmer nennt, aber der eigentlich ein leer stehendes, zugiges Klassenzimmer ist. In einer alten Schule in Kreuzberg, die nie als Flüchtlingsheim gedacht war. Sista Mimi hat es satt, dass die Türen nicht verschließbar sind, seit sie von der Polizei während einer Razzia im vergangenen Winter aufgebrochen wurden.

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