Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, Berlins Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und der flüchtlingspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag Rüdiger Veit haben am Montag die ehemals 25 hungerstreikenden Flüchtlinge vom Brandenburger Tor in ihrer provisorischen Unterkunft in Kreuzberg besucht. In den nächsten Tagen werden sie in Häuser der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft umziehen. Bis Januar dürfen sie dort bleiben.

Damit haben die Flüchtlinge eine Zuflucht vor dem Winter gefunden. Ein dauerhaftes Bleiberecht ist damit nicht verbunden. Jeder Fall werde einzeln geprüft, eine pauschale Lösung werde es nicht geben, so der EKD-Ratspräsident. „Wir können nur unsere Stimme erheben“, sagte Schneider. Nun sei die Politik gefragt.

Die Kirchenoberen und der SPD-Politiker Rüdiger Veit sagten, die Residenzpflicht gehöre aufgehoben, die Menschen müssten nach wenigen Wochen au Gemeinschaftsunterkünften entlassen und ihnen eine Arbeitsaufnahme ermöglicht werden. (jul.)