Berlin - Ahmed Hamoul steht in einem Zelt am Oranienplatz in Kreuzberg vor einer Plastikwanne und putzt routiniert Salatblätter. Hinter ihm braten andere Mitglieder der Kochgruppe Erdnüsse und Karotten in riesigen Pfannen an. Auf dem Tisch liegen frischer Schnittlauch und andere Kräuter, in der hintersten Regalecke sind fein säuberlich Dutzende Gläser Spreewaldgurken aufgereiht. Nicht nur das Küchenzelt des Protestcamps der Flüchtlinge ist inzwischen professionell organisiert. Nach drei Monaten am Oranienplatz haben sich die Flüchtlinge auch sonst darauf eingestellt, dauerhaft dort zu bleiben.

Zwar hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ihnen die leerstehende Gerhart-Hauptmann-Schule an der Reichenberger Straße für die Winterzeit als Schlafplatz und Kälteschutz überlassen. Doch die Schule, sagte Camp-Koch Hamoul, diene ihnen lediglich als Rückzugsort. „Das Camp ist dagegen unsere politische Basis, es soll den Protest nach außen hin in die Stadt sichtbar machen – solange, bis unsere Forderungen erfüllt sind.“

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