Verwaltungssprache ist manchmal schwer zu verstehen, so wie der Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln über eine neue Flüchtlingsunterkunft in Britz. O-Ton: „Die BVV Neukölln sieht den Bezirk Neukölln trotz aller bereits vorhandenen Herausforderungen durch eine stark gemischte Bevölkerung und einer schwierigen Sozialstruktur in der Verpflichtung, sich an der Aufnahme von Asylbewerbern des Landes Berlin zu beteiligen.“

Was wollen uns die Fraktionen von CDU und SPD damit sagen? Hier eine kleine Übersetzung: Wir haben in Neukölln schon genug von diesen Ausländern, die oft kriminell und vor allem auf das Abzocken von Sozialhilfe aus sind. Aber leider gibt es noch Reste des Asylrechts im Grundgesetz, deswegen müssen wir zähneknirschend jetzt auch noch Scheinasylanten aus Syrien oder sonstwo unterbringen.

O-Ton BVV (zum neuen Flüchtlingsheim an der Späthstraße): „Allerdings sollte die Bebauung nur … in Richtung Kanal erfolgen, um die anwohnende Bevölkerung durch den Auf- und Abbau und den Heimbetrieb nicht mehr als zwingend nötig zu beeinträchtigen und damit Ängste und Ressentiments zu verringern.“

Übersetzung: Es ist eine Zumutung für unsere deutschen Anwohner und Wähler, wenn fremdes Volk in ihrer unmittelbaren Nähe haust, den ganzen Tag rumlungert, klaut, lärmt und deutsche Frauen belästigt. Man kennt das ja! Deshalb sollten sogenannte Flüchtlinge, die hier nur auf unsere Kosten urlauben wollen, möglichst weit weg von der Zivilisation ins Industriegebiet abgeschoben werden, direkt an die deutsche Autobahn.

Bitte an die BVV Neukölln: Nächstes Mal gleich Klartext schreiben, das verringert unsere Ressentiments.