Im Sommer 1948 regnete es zum ersten Mal Süßigkeiten vom Himmel über Berlin. An notdürftig aus Taschentüchern gefertigten Fallschirmen segelten Schokolade und Kaugummis zu Boden, abgeworfen aus einem Flugzeug des US-amerikanischen Piloten Gail Halvorsen.

Gerade für Kinder war Schokolade zu jener Zeit etwas ganz Besonderes: „Das war eine Kostbarkeit, die man bekommen hat“, erinnert sich Hans Günther Richardi, damals Schüler in der ausgehungerten Stadt, in einem Zeitzeugenportal. Der Pilot Halvorsen wurde bald „candy bomber“ genannt – in Deutschland „Rosinenbomber“ – und damit zum Namensgeber der Flugzeuge, die die Berliner Westsektoren während der sowjetischen Blockade von Juni 1948 bis Mai 1949 mit überlebenswichtiger Fracht wie Lebensmitteln und Kohlen versorgten.

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