Vor der Sitzung des Aufsichtsrats für die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Freitag herrscht weiter Unklarheit über die personelle Neuaufstellung. Weder bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer noch bei Nachbesetzungen im Aufsichtsrat gebe es erkennbare Fortschritte, hieß es aus Gesellschafterkreisen. Damit droht ein weiterer Zeitverzug, der sich auch auf die Fertigstellung des Flughafens BER auswirken könnte.

Aufsichtsratschef Matthias Platzeck (SPD) erwartet Vorschläge eines Personaldienstleisters für den vakanten Chefposten noch im März. Sogenannte Headhunter sollen einen Nachfolger für den geschassten FBB-Vorstand Rainer Schwarz finden, der im Januar wegen der vierten Terminabsage für die Flughafeneröffnung gehen musste. Platzeck, der Ministerpräsident Brandenburgs ist, muss zudem ein neues Aufsichtsratsmitglied benennen. Seine Wunschkandidaten für beide Positionen haben jedoch abgesagt.

Bender kritisiert Honorar-Debatte

Der frühere Flughafenchef von Frankfurt am Main, Wilhelm Bender, begründete derweil, warum er als Chefberater für den BER nicht zur Verfügung steht. Er hätte zusätzliche Baufachleute und Juristen gebraucht, um zu helfen, sagte er. „Wenn die Verantwortlichen mit denen genauso einen Zirkus machen, solche Diskussionen über Honorare führen wie mit mir, hätte das Monate gedauert, in denen ich allein dagesessen hätte, ohne wirklich was bewirken zu können.“ Die Schuld dafür gab Bender indirekt Berlin.