Berlin - Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) will ihre frühere Geschäftsführung für Bauverzögerungen und Mehrkosten am Flughafen BER in Haftung nehmen. Der Aufsichtsrat beschloss am Mittwoch in Schönefeld, Schadensersatz vom Ex-Chef Rainer Schwarz und dem früheren Technikvorstand Manfred Körtgen einzufordern. Schwarz werde fristlos entlassen, sagte der Vorsitzende Matthias Platzeck. Die dafür rechtlich notwendigen „wichtigen Gründe“ ergäben sich aus dem Gutachten einer Anwaltskanzlei. Sie sollten die Schuldfrage klären.

Nach Ansicht von Juristen ist die Kündigung von Schwarz jedoch problematisch: Sie muss laut Gesetz „innerhalb von zwei Wochen erfolgen“, nachdem der Arbeitgeber von den maßgeblichen Tatsachen erfahren hat. Die Vorwürfe gegen den Ex-Chef stehen aber schon lange im Raum. Schwarz war im Januar als Geschäftsführer freigestellt worden – nach der Absage des BER-Starttermins Oktober 2013. Sein Vertrag läuft bis 2016. Das Grundgehalt betrug zuletzt 318.000 Euro jährlich, hinzu kamen knapp 250.000 Euro sonstige Bezüge.

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