Nach einer Bombendrohung gegen eine Lufthansa-Maschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel hat die Bundespolizei am Donnerstag Entwarnung gegeben. Die Untersuchung des Flugzeugs vom Typ Airbus A319 mit Spezialkräften und Hunden sei beendet worden. Dabei wurde nichts Sicherheitsrelevantes gefunden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Das Flugzeug mit 128 Passagieren an Bord war am Nachmittag am Flughafen Tegel wegen einer Bombendrohung evakuiert worden. Der Hinweis ging über die Internetwache ein. Laut Plan sollte der Flug LH2041 um 16 Uhr in Tegel starten und um 17.10 Uhr in München landen.

Flugbetrieb nicht gestört

Die Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen das Flugzeug noch vor dem Abflug wieder, die Maschine manövrierte in eine Sicherheitsposition auf dem Flugplatz. Solche Positionen gibt es, damit Sicherheitskräfte Flugzeuge gründlich untersuchen können, ohne dass Menschen im Flughafengebäude in Gefahr geraten oder der Ablauf des Flugbetriebs gestört wird.

Gegen 18.30 Uhr war die Untersuchung beendet. Auf der Internetseite des Flughafens heißt es, der Flug mit der entsprechenden Flugnummer sei gestrichen worden. Die Passagiere sollten nach Angaben einer Lufthansa-Sprecherin mit einem späteren Flugzeug nach München fliegen. Alle anderen Flüge starteten und landeten am Nachmittag wie geplant. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei wurden wegen der Drohung strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

Räumung am Airport Halle/Leipzig

Erst vor drei Tagen war es am Flughafen Halle/Leipzig zu einer Evakuierung aufgrund eines Sprengstoff-Verdachts gekommen. Eine Tür zum Wartebereich hinter den Sicherheitskontrollen war nicht ordnungsgemäß verschlossen und löste den Alarm aus. Nach der Räumung suchten die Beamten das Areal mit Sprengstoffspürhunden ab, gefunden wurde allerdings nichts. (BLZ/dpa)