Der Pilotenstreik bei der Lufthansa trifft an den ersten beiden Tagen des Ausstands in Berlin-Tegel rund 6000 Passagiere. Am Montag sollten zehn von 30 Flügen ausfallen, davon sechs mit Ziel Frankfurt und vier mit Ziel München, wie Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber sagte. Für Dienstag wurden 19 Flüge ab Tegel gestrichen, davon 13 nach Frankfurt und sechs nach München.

In dem Tarifkonflikt geht es um die Übergangsversorgung für die rund 5400 Piloten im Konzern bei einem Wechsel in den Vorruhestand. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit rief nach erfolglosen Verhandlungen ihre Mitglieder auf, von Montagmittag an die Arbeit niederzulegen. Bis Dienstag um Mitternacht sollen zunächst die Zubringerflüge zu den Drehkreuzen München und Frankfurt bestreikt werden - dazu gehören auch jene aus Berlin.

Am Mittwoch wollen die Piloten dann im Interkontinental- und Frachtverkehr die Arbeit ruhen lassen. Es ist bereits die neunte Streikrunde. Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings sowie der Konzerngesellschaften Swiss, AUA und Brussels Airlines sind von dem Streik nicht betroffen.

Derzeit gehen die Lufthansa-Piloten im Durchschnitt mit knapp 59 Jahren in den von der Firma bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will dieses Alter für die bereits angestellten Piloten in Schritten auf 61 Jahre erhöhen. Die Vereinigung Cockpit stört sich daran, dass für neue Piloten bislang gar keine finanzielle Unterstützung für den Vorruhestand vorgesehen ist. (dpa)