Flughafen-Gesellschaft: Stillstand am BER entlastet Kasse

Berlin - Dass die Fertigstellung des neuen Schönefelder Flughafens nur langsam voranschreitet, lässt sich auch in Euro ausdrücken. Denn wenn am BER wenig oder gar nicht gebaut wird, müssen die Flughafen-Gesellschafter weniger Geld bereitstellen. Jetzt gibt es für den Quasi-Stillstand eine aktuelle Zahl.

Ursprünglich war geplant, dass Berlin im November und Dezember insgesamt 170 Millionen Euro für den BER beisteuert. Tatsächlich wird sich der Anteil aller Voraussicht nach auf rund 36 Millionen Euro reduzieren. Hauptgrund sind „anhaltende Verzögerungen bei Bau und Planung“ des BER. Das geht aus einer Vorlage der Finanz-Staatssekretärin Margaretha Sudhof (SPD) für den Hauptausschuss hervor.

Interne Entwicklungen bei der Flughafengesellschaft FBB tragen ebenfalls dazu bei, dass der Geldbedarf geringer ist. Der „Beitrag der operativen Geschäftstätigkeit“ sei 2013 höher als zuvor. Anders formuliert: Die anhaltende Zunahme des Verkehrs am Flughafen Tegel beschert der FBB höhere Einnahmen. Wie berichtet wird erwartet, dass dort die Zahl der Passagiere um 1,2 Millionen auf 19,4 Millionen steigt. Die Gesamtzahl der Fluggäste in Berlin könnte 2013 erstmals die 26-Millionen-Marke übersteigen.