Mit drei seltenen, vom Aussterben bedrohten Schildkröten wollte ein 69-jähriger Deutscher am Flughafen Schönefeld einreisen. Der ältere Herr verließ den Sicherheitsbereich durch den "grünen Kanal" für anmeldefreie Waren, doch die Zöllner waren misstrauisch und kontrollierten seine Reisetasche. Darin entdeckten die Beamten eine Confiserie-Schachtel der Marke Etoile - der Inhalt angeblich Schokolade.

Doch statt der Naschereien entdeckten die Zöllner drei lebende Exemplare der Marokkanischen Landschildkröte - eine vielerorts vom Aussterben bedrohte Tierart. Der private Import solcher Tiere ist deshalb auf Grundlage des Washingtoner Artenschutzübereinkommen verboten und wird mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet.

Der Fall ereignete sich Anfang März und wurde nun vom Hauptzollamt Potsdam öffentlich gemacht. Die Tiere wurden beschlagnahmt und in die Obhut eines Grenzveterinärs gegeben. Dem Schmuggler droht nun ein Bußgeld, schlimmstenfalls bis zu 50.000 Euro. Ein gnadenloser Richter könnte den Mann sogar zu einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren verurteilen. (Red.)