Berlin - Man kann den Flughafen Tegel nicht nur praktisch, sondern auch schön finden. Tegel ist anders als die Stahl- und Glaspaläste, die heutzutage für den Luftverkehr errichtet werden. Eher erinnert die Architektur des Flughafens an westdeutsche Schulzentren der 70er-Jahre.

Doch auch die Technik atmet bis heute den Geist der 70er-Jahre. Seit den 90er-Jahren hat die Flughafengesellschaft größere Investitionen unterlassen. Schließlich sollte eigentlich ja schon 2007 ein neuer Flughafen im Südwesten der Stadt eröffnen.

Vor dem Volksentscheid zur Offenhaltung führte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Dienstag Journalisten durch Gebäudebereiche, die sonst nicht zugänglich sind. Seine Botschaft: Tegel lässt sich nicht mehr wirtschaftlich als Flughafen betreiben.

18.000 Fehlermeldungen pro Jahr 

Viele Details lassen das erahnen: In der Technik-Leitstelle etwa dominiert eine uralte Schalttafel den Raum. Wählscheiben-Telefone hängen an den Wänden der Betriebsräume. Bis heute sind viele Anlagen erstaunlich robust, wenn man ihre 43 Betriebsjahre in Betracht zieht. Aber sie ächzen unter der Last: 18.000 Fehlermeldungen gehen pro Jahr in der Leitstelle ein. Der Punkt nähere sich, sagt Lütke Daldrup, an dem nur noch der „Big Bang“ einen Weiterbetrieb ermögliche – eine Komplettsanierung. 

Im Kohlenkeller

Lange Leitung

Ausgerollt

Schwarzes Band

Verheizt

Vorgestrig

Gut genutzt