Möglichst im Jahr 2015 will der Senat mit dem Umbau des Flughafens Tegel zu einem Forschungs- und Industriepark beginnen. Der Senat verabschiedete dazu am Dienstag den Masterplan TXL. Danach soll der dann stillgelegte Flughafen auf 220 der 460 Hektar Gesamtfläche in einen Standort für Zukunftstechnologien verwandelt werden, sagte Stadtentwicklungs-Staatssekretär Ephraim Gothe.

Noch ist aber unklar, wann der Airport Tegel geschlossen wird. Das hängt vom neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld ab, für den es nach mehrmaliger Verschiebung bislang keinen neuen Eröffnungstermin gibt.

Der Senat hoffe, die Erfolgsgeschichte des Wissenschaftsstandortes Adlershof mit anderen Schwerpunkten dort wiederholen zu können. Dort sollen sich bis zu 800 Firmen für Zukunftstechnologien mit bis zu 15.000 Arbeitsplätzen ansiedeln. Der Senator für Stadtentwicklung, Michael Müller (SPD), sagte in der RBB-Abendschau: „Es gibt ein erhebliches, großes Interesse an diesem Gelände.“ Das Land wolle dort eine Entwicklung vorantreiben. „Es ist uns ernst.“

Hoffen auf eine Punktlandung

Auf rund 200 Hektar soll zudem ein Landschaftspark entstehen, kündigte Staatssekretär Gothe an. Diese Tegeler Stadtheide rund um die Start- und Landebahnen soll die vorhandenen Heideflächen weitgehend bewahren. Am westlichen Rand zum Kurt-Schumacher-Platz hin soll ein Wohnquartier mit rund tausend Wohnungen gebaut werden.

Gothe räumte ein, dass ein Umbau des Flughafens Tegel schwierig sei, da es bisher kein Schließungsdatum gibt. Nach der ursprünglichen Planung sollte Tegel jetzt schon außer Betrieb sein. Doch die Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld musste bereits zum vierten Mal verschoben werden.

Beuth Hochschule zieht nach Tegel

Allerdings könnten die Planungen bis 2015 abgeschlossen sein. „Wir hoffen auf eine Punktlandung“, sagte Gothe. Bis dahin soll dann das Baurecht bereits beschlossen sein, so dass man zügig mit der Umgestaltung beginnen könne. Bis 2017 seien insgesamt 139 Millionen Euro dafür eingeplant.

Als erstes soll das markante sechseckige Terminalgebäude umgebaut werden. Das Areal rund um das Gebäude und westlich davon soll durch weitere Straßen besser erschlossen werden. In das Terminal wird auch die Beuth Hochschule für Technik einziehen mit Platz für bis zu 8400 Studenten. Die angrenzenden Flächen stünden als Campus für Hochschul-, Forschungs- und Technologiezwecke zur Verfügung. Rund um die heutigen Hangars und Funktionsgebäude könnte sich Gewerbe niederlassen. Teile der Start- und Landebahnen sind für Unternehmen mit mehr Flächenbedarf vorgesehen. (dpa)