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Geschätzte rund 1,6 Millionen Menschen haben das Tempelhofer Feld im vergangenen Jahr besucht. "Das waren etwa drei Prozent mehr als 2010", sagte Parkmanager Michael Krebs von der landeseigenen Grün Berlin GmbH. Rund 14 Prozent der Besucher nutzten den ehemaligen Flughafen allerdings nur als Transitstrecke. Auch 2011 beauftragte das Unternehmen wieder eine Agentur mit einem Besucher-Monitoring, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Die Befragung und Beobachtung der Gäste offenbarte auch Mängel, die bei der Neugestaltung des Parks behoben werden sollen.

Unter anderem hätten die Besucher fehlende Wege, Schatten- und Spielplätze beklagt, berichtete Krebs. Auf dem Gelände in Tempelhof - es handelt sich um alte Start- und Landebahnen sowie große Grasflächen - sollen künftig Wohnungen aber auch ein Park mit Freizeitanlagen entstehen.

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Im Sommer kamen an Sonntagen im Schnitt rund 15 800 Besucher auf das Gelände des ehemaligen Flughafens. An Samstagen waren es etwa 1000 weniger und wochentags mit rund 8100 Besuchern nur halb so viele. Mehr als jeder Dritte Besucher (rund 36 Prozent) kam aus der direkten Umgebung des Geländes. Weitere 37 Prozent der Gäste wohnt in einem der Bezirke rund um den Flughafen und 16 Prozent kommen aus anderen Teilen Berlins. Die restlichen befragten Gäste stammten aus anderen Bundesländern oder dem Ausland.

Im Schnitt waren die Gäste 41,5 Jahre alt und häufiger männlich (56 Prozent) als weiblich (44 Prozent). Unterdurchschnittlich vertreten waren laut Krebs ältere Menschen ab 65. Aus dieser Altersgruppe stammten nur rund sechs Prozent der Befragten. Gerade die Senioren hätten Probleme, sich auf dem Gelände zu bewegen. "Es gibt ja eigentlich nur die großen Start- und Landebahnen", sagte Krebs. Für einen kurzen Spaziergang seien die eher ungeeignet. Auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren (rund 14 Prozent) waren eher selten anzutreffen. Das liege daran, dass es an geeigneten Plätzen fehle.

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Doch bis Ende November soll zumindest diesem Problem ein Stück weit Abhilfe geschaffen werden. Im Südosten ist ein "erlebnisorientierter Spielplatz" mit einem Treffpunkt für Skateboarder, Tänzer, Kletterer, Künstler und BMX-Radfahrer geplant. Für den Bau hat die Grün Berlin GmbH gerade eine Ausschreibung gestartet. Die Skateboarder können auf historischen Steinen rollen, denn für den Bau sollen alte Granitplatten vom abgerissenen Palast der Republik verwendet werden.

Auf dem Gelände soll künftig eine etwa 240 Hektar große Parklandschaft entstehen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die GmbH haben dazu einen Wettbewerb ausgeschrieben, den 2011 ein britisches Planungsbüro gewann. Auf dem Gelände sollen unter anderem auch die Zentral- und Landesbibliothek und Wohnquartiere entstehen. Außerdem ist ein Technologiepark geplant. Fast 100 Jahre lang war das Flughafenareal mitten in der Stadt für die Öffentlichkeit tabu. Nach der Stilllegung des Betriebs wurden im Mai 2010 die Tore geöffnet. (dpa)

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