Berlin - Auch „Harry Potter“ kann den Lärm nicht wegzaubern. Der kleine schwarz-weiße Hund zuckt nicht mal mehr, wenn die großen Verkehrsmaschinen mit 90 Dezibel Lärm etwa 150 Meter über ihm hinwegdonnern. Herrchen Klaus-Peter Held, der mit seiner Frau direkt in der westlichen Einflugschneise des Tegeler Flughafens wohnt, hat sich an den Krach gewöhnt. Aber er ist wütend. Seit 30 Jahren wohnt der 67-Jährige in der Hoka-Siedlung, und ihm und den Nachbarn wird seit Jahren versprochen, dass es bald vorbei ist mit dem gesundheitsschädlichen Lärm. Denn zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER sollte Tegel schließen. Tatsächlich ist es in den vergangenen Jahren nur lauter geworden.

Die Nachricht, dass die BER-Eröffnung nun zum vierten Mal verschoben und frühestens 2014 stattfinden wird, macht das Ehepaar fassungslos. „Wir sind einiges gewöhnt. Aber dass es so schlimm wird, haben wir nicht gedacht“, sagt der ehemalige Feuerwehrmann. Trotz aller Skepsis hätten sie bei jedem angekündigten Eröffnungstermin immer noch Hoffnung gehabt, dass er auch gehalten wird, sagt seine Frau.

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