Berlin - Was Fluglärm bedeuten kann, lässt sich bundesweit wohl kaum besser darstellen als in Blankenfelde-Mahlow, Landkreis Teltow-Fläming. Vor einigen Tagen zückte der Referent des Bürgermeisters im Wohngebiet Am Fuchsberg sein Lärmmessgerät, um vor den örtlichen Bundestagsdirektkandidaten von CDU, SPD und Linken politische Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Vorführung gelang. Manche Flugzeuge dröhnten schätzungsweise 200 Meter über der Gruppe hinweg. Bis zu 80 Dezibel zeigte das Messgerät an. Ein Presslufthammer auf der Straße macht nicht mehr Lärm.

Für einen großen Teil der Anwohner von Blankenfelde-Mahlow wird der Presslufthammer-Lärm nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER zum Dauerproblem. Alle vier Minuten, in Spitzenzeiten sogar alle zwei Minuten, soll der Ort dann in niedrigster Höhe überflogen werden. Von der Doppelgemeinde bis zur nördlichen Start- und Landebahn, die jetzt noch vom alten Flughafen Schönefeld genutzt wird, sind es nur drei oder vier Kilometer. Von 15.000 bis 20.000 Betroffenen geht Blankenfelde-Mahlow aus.

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