Fluglärm-Streit: Eröffnung des Flughafens nicht gefährdet

Potsdam - „Wir haben alle juristischen Hausaufgaben rund um Schallschutzmaßnahmen gemacht und sind daher auf der sicheren Seite“, sagte Flughafensprecher Leif Erichsen am Mittwoch. Auch das Ministerium sieht nach Angaben eines Sprechers keinen Grund für eine Verschiebung der für 3. Juni geplanten Eröffnung.

Zuvor hatte eine Anwaltskanzlei im Auftrag von Fluglärmbetroffenen einen Antrag beim Ministerium eingereicht und darauf verwiesen, dass vor Eröffnung des Flughafens der passive Schallschutz für die Anlieger gewährleistet sein müsse. Derzeit habe noch nicht einmal die Hälfte der Anspruchsberechtigten einen passiven Schallschutz erhalten. Die Antragsteller wollen deshalb klagen.

Sicherheitslücke auf der Baustelle

Wie jetzt bekannt wurde, gibt es auf der Flughafen-Baustelle offenbar eine Sicherheitslücke. Mindestens 60 osteuropäische Arbeiter gelangten täglich ohne Kontrolle auf das Gelände, ergaben Recherchen des ARD-Magazins „Kontraste“ und der RBB-Sendung „Klartext“. Zudem würden rumänische Beschäftigte weit unter Tarif bezahlt. Flughafensprecher Ralf Kunkel sagte, nach internen Erkundigungen könne er das nicht bestätigen. „Vor krimineller Energie ist man nie hundertprozentig gefeit.“ Sollten sich die Vorgänge bewahrheiten, werde der Betreiber dem nachgehen. (dapd, dpa)