Berlin - Die Bürger rund um den Müggelsee lassen nicht locker. Im Streit um die künftigen Flugrouten haben sie am Freitag schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Flugsicherung (DFS) erhoben. Die DFS habe „manipuliert“ und Alternativen zu der umstrittenen Müggelseeroute, die ihnen viel Lärm bescheren würde, nicht ernsthaft geprüft, sagte Ralf Müller von der Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI). Er verlangte ein Dienstaufsichtsverfahren gegen den Berliner DFS-Leiter Hans Niebergall. Außerdem forderten die Bürger „solide Planungsgrundlagen“, die alle Folgen für die Umwelt erfassen. Es müsse ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren geben.

Bei Ostwind, der an rund einem Drittel der Tage weht, sollen ab Juni 2012 täglich bis zu 122 Flugzeuge vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) aus den Müggelsee ansteuern - so plant es die DFS. Dort werden viele Maschinen eine Höhe von 1 500 Meter erreicht haben. Dies erlaube es den Lotsen, die weitere Strecke frei festzulegen, sagte Hans Behrbohm, Mediziner und FBI-Mitglied. Dadurch werde die Müggelseeregion zum Tor nach Berlin.

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