Im Winter wird das Bad zur Eislauffläche

Zum Flussbad soll der Spreekanal zwischen Schleusenbrücke und Bodemuseum umgestaltet werden, so die Idee. 840 Meter lang soll die Badeanstalt sein. Am Schlossplatz und am Lustgarten sind große Treppenanlagen vorgesehen, um den Zugang zur Spree herzustellen.

Eine zentrale Umkleideanlage könnte in der Nähe des Schlosses eingerichtet werden. Während im Sommer gebadet werden kann, so Edler, könnte der Spreekanal im Winter zur Eislauffläche werden, wenn das Wasser gefroren ist. Zum Konzept gehört auch, dass Am Auswärtigen Amt zwischen der Gertrauden- und der Schleusenbrücke ein riesiges Filterbecken zur natürlichen Reinigung des Spreewassers angelegt wird.

Wie das Filterbecken funktionieren kann, will der Flussbad-Verein in den kommenden zwei Jahren testen. Dafür wurde der 42 Meter lange Finowmaßkahn „Hans-Wilhelm“ aus dem Historischen Hafen Berlin ausgewählt. Im Juli wurde er schon neu gestrichen, jetzt wird er umgebaut.

So werden im Laderaum mehrere Filtersysteme installiert. Verschiedene Kiese sollen so auf ihre Tauglichkeit untersucht werden, mal mit und mal ohne Pflanzenbewuchs zum Beispiel Schilf sowie Seerosen. Erfahrungen und Daten will man auch mit Muscheln als Filter sammeln, diese Variante ist noch vergleichsweise unerprobt. Der Filter-Kahn wird im Frühjahr 2017 im Spreekanal vor Anker gehen.

Georg Garlichs ist der Geschäftsführer der ESMT. Er war zunächst skeptisch, als er von der Flussbad-Idee erstmals hörte. Das hat sich geändert. „Ein Flussbad würde die historische Mitte aufwerten“, sagt er. Und natürlich auch den Standort, der für Studenten attraktiver würde. Geht es nach dem Verein soll das künftige Flussbad bis 2025 eingerichtet werden.