Der Weg zum Kühlschrank ist eine Überraschung: Man weiß nie, was drin liegt. Oder ob die Fächer leergeräumt sind. Weil der Andrang mal wieder größer war als das Angebot. An diesem Montagmorgen sieht es anfangs so aus, als müsse man tatsächlich in den Supermarkt einkaufen gehen, doch dann kommen sie nach und nach: die Lebensmittelretter.

In ihren Stoffbeuteln und Fahrradkisten haben sie eingesammelt, was andere übrig behalten haben oder nicht mehr verkaufen können: Börek vom Imbiss, Sonntagsbrötchen vom Bäcker, die montags keiner mehr kaufen will, Kartoffeln, Kokosnüsse und Tomaten aus dem Supermarkt. Weil eine Tomate in der Schale geplatzt ist, haben die Verkäufer gleich die ganze Packung aus dem Regal genommen, denn kein Kunde würde sie so noch in seinen Korb packen. Auch ein veganes Apfel-Vanille-Dessert ist an diesem Tag dabei, das Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen, was nicht heißt, dass die Ware verdorben ist. Nur darf sie nicht mehr verkauft werden.

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