Die Jugend Berlins stört sich kaum am Kopftuch oder anderen religiösen Symbolen, sogar im Staatsdienst – ganz im Gegensatz zu den Älteren. Ein so klar nach Altersgruppen differenziertes Ergebnis gibt es selten bei einer Umfrage, wie sie jetzt das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Berliner Zeitung durchgeführt hat: Unter jungen Leuten haben 80 Prozent, also vier von fünf, kein Problem damit, wenn eine muslimische Lehrerin ein Kopftuch trägt. Unter Älteren lehnen dies 70 Prozent ab. Ebenso wie bei der jüngsten CDU-Mitgliederbefragung, in der sich vor allem die älteren Christdemokraten gegen die Homo-Ehe aussprachen, könnte man also sagen: Das wächst sich raus.

Doch bis zu einer möglichen Änderung des Berliner Neutralitätsgesetzes mit seinem strikten Verbot aller religiösen Symbole im Staatsdienst dürfte es noch harte Debatten geben. Denn über alle Parteipräferenzen und Konfessionen hinweg äußern sich die Berliner gespalten zum Thema Kopftuch und Glaubensfreiheit im Staatsdienst.

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