Berlin - Eine fränkische Brauerei, die ihr Bier auch in der Hauptstadt verkauft, hat jetzt eine riesige Rückruf-Aktion gestartet. In 14 Bundesländern, darunter auch Berlin, ist möglicherweise Bier der Marke "Franken Bräu Pilsener Bügelverschluss" in den Verlauf gelangt, das schwere Gesundheitsschäden auslösen kann. 

Reste von Reinigungsmitteln gefunden

Der Grund: Es gibt Hinweise darauf, dass "Reste von Reinigungsmitteln (Lauge)" enthalten sein könnten, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit. Grund dafür sei "ein technischer Defekt einer Kontrolleinrichtung in unserer Flaschen-Abfüllerei", heißt es bei der Brauerei mit Firmensitz in Mitwitz im Frankenwald.

Man könne eine "starke Geschmacksbeeinträchtigung" sowie eine mögliche "Gesundheitsgefährdung" leider nicht ausschließen, teilte die Firma weiter mit.

Da will uns jemand gezielt schaden"

Nach Angaben des Bundesamtes  könnte es sich "um eine Sabotage handeln". Es sei zwar "nicht auszuschließen, dass es sich um einen Einzelfall handelt". Die Ermittlungen hierzu seien mit Stand vom 28. August 2019 aber noch nicht abgeschlossen.

„Da will uns jemand gezielt schaden“, sagte Rainer Mohr, Geschäftsführer der Brauerei laut Münchner Merkur. So sei die Brauerei sei in den letzten Wochen schon häufiger Opfer von Manipulations-Attacken gewesen. Nun soll Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Dazu habe auch Robert Scholz vom Bayerischen Brauerbund. Mohr weiter: „Ich habe das Gefühl, dass irgendwas gar nicht stimmt.“ 

Der Lebensmittelunternehmer führe den Rückruf laut Bundesamt daher "im Interesse des vorbeugenden Verbraucherschutzes" durch.