Das Immobilien-Beratungsunternehmen Jones Lang Lasalle teilte mit, Müller-Spreer sei neuer Eigentümer des Französischen Palais Unter den Linden 40. Der Hamburger habe das Palais, das zwischen Café Einstein und ZDF-Hauptstadtstudio liegt, für einen Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionenbereich erworben. Mehr als 350 Interessenten hatten sich am Bieterverfahren um das Gebäude beteiligt.

Das Palais war Anfang des 20. Jahrhunderts vom Bauunternehmer und Architekten Kurt Berndt für die internationale Schlafwagengesellschaft „Wagon Lits“ errichtet worden, heißt es in einer Information der Buchhandlung Berlin-Story. Die Buchhandlung, die auf die Geschichte Berlins spezialisiert ist, residiert im Erdgeschoss des Hauses. Zu DDR-Zeiten hatten unter anderem die Kammer für Außenhandel und der VEB Metallaufbereitung ihren Sitz Unter den Linden 40. Später beherbergte das Geschäftshaus die Botschaften Frankreichs und Italiens.

Nach der Wende erwarb der Immobilien-Händler Jürgen Schneider das Haus. Nachdem er pleite gegangen war, kam der denkmalgeschützte Bau in Besitz der Bankgesellschaft Berlin. Sie lagerte die Immobilie in eine Auffanggesellschaft aus, die das Gebäude jetzt verkaufte. Das Gebäude soll nach Plänen des britischen Star-Architekten David Chipperfield bis 2016 saniert werden. Vorgesehen ist, dass es danach als Büro- und Geschäftshaus genutzt wird. (ulp.)