Berlin - Wer kennt es nicht? Man wartet zu Hause auf eine Postsendung, aber der Paketbote klingelt nicht. Stattdessen landen die Sendungen bei Nachbarn im Erdgeschoss oder verschwinden spurlos, weil er keine Benachrichtigung im Postkasten hinterließ, wo er das Paket abgegeben hat. In Neukölln ging ein Paketbote der DHL jetzt soweit, dass ein Streifenwagen und ein Mannschaftswagen der Polizei anrückten. Eine Mieterin aus der Jansastraße hatte den Notruf gewählt, weil sie beleidigt und genötigt worden sein soll.

Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen. Eine 38-jährige Anwohnerin aus dem Erdgeschoss wollte aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine Pakete mehr für die Nachbarn annehmen. Das habe sie zehn Jahre lang getan, aber jetzt könne sie das nicht mehr leisten, sagte die Frau der Berliner Zeitung. Der Grund: Herzprobleme. "Ich sagte dem Mann, dass ich nicht mehr als Paketannahmestelle für das ganze Haus herhalten kann", so die Mieterin. Daraufhin er bei ihr und bei der Nachbarin von Gegenüber Sturm geklingelt. "Ich habe ihm gesagt, dass er das lassen soll, weil das Hausfriedensbruch ist. Daraufhin ist er komplett ausgerastet und hat rumgebrüllt, dass wir verdammt nochmal die Pakete nehmen sollen. Er beschimpfte uns mehrmals, dass wir behindert wären", erklärte die Frau. Sein Verhalten sei dreist und schamlos gewesen. Auch die über 60-jährige Nachbarin gegenüber sei krank, was den Mann überhaupt nicht interessiert habe, als sie es ihm erzählte.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.