Berlin - Zeynep G. betritt das Gericht wie eine Schwerverbrecherin. Bewaffnete und vermummte Beamte des Sondereinsatzkommandos haben sich vor dem Hintereingang des Kammergerichts in der Schöneberger Elßholzstraße postiert und bewachen ihre Ankunft. Sie trägt Handschellen und Fußfesseln, als sie aus dem Sprinter steigt, der sie aus der Frauenjustizvollzugsanstalt in Lichtenberg hierhergefahren hat, und dazu einen Helm.

Es ist Mitte November, kurz nach halb zehn, als Zeynep G. in Saal 145a vor dem 6. Strafsenat Platz nimmt, aufrecht sitzt sie in einem Kasten aus Panzerglas, ihr Haar fällt auf einer Seite in einer langen Mähne herab, sie trägt eine weiße Strickjacke, die Fingernägel hat sie weiß lackiert. Sie lächelt.

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