Philipp Borgers kennt sich gut aus, wenn es um freies WLAN in Berlin geht. Der 29-Jährige hilft ehrenamtlich mit, das Netzwerk der Initiative Freifunk mit seinen bislang mehr als 300 Zugängen im Stadtgebiet von Berlin auszubauen. Wer einen dieser Router-Standorte ansteuert, hat in der Regel auch erstaunlich guten Empfang.

Zum Beispiel in Neukölln auf dem Vorplatz des Rathauses in der Karl-Marx-Straße. Die Nutzung erfolgt ohne Passwort oder Anmeldung, mit einer Surfgeschwindigkeit von DSL oder sogar dem noch schnelleren VDSL.

Die Freifunk-Initiative wird von Ehrenamtlichen getragen und lebt davon, dass Berliner ihre Router freigeben, um sich untereinander zu vernetzen – und davon, dass jemand innerhalb dieses Netzwerks den Zugang zum Internet gewährt. "In Neukölln haben die Freifunker in den vergangenen anderthalb Jahren gute Fortschritte gemacht", erklärt Borgers.

Die Martin-Luther-Kirche in der Fuldastraße hat einen Router und ebenso einige Cafés, darunter zum Beispiel das „Schaumschläger“ in der Nähe vom Hermannplatz. Für Unkundige kann die Suche nach diesen Zugängen allerdings schnell der nach einer Nadel im Heuhaufen gleichkommen. Umso besser, dass es im Netz eine Karte gibt, auf der die Router eingezeichnet sind.

Für den Alltagsgebrauch hat sie leider ein paar Tücken: Meist sind die Standorte sehr abstrakt benannt. Und mag die Kirche in der Fuldastraße als „martin-luther-so“ noch identifizierbar sein, ist sonst eher selten klar, um welchen Ort es sich eigentlich genau handelt. Um eine Privatwohnung etwa oder einen öffentlichen Platz? Dagegen hilft vor allem eines: Hinfahren, erkunden, testen.

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